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Als Influencer Kooperationen bekommen: So wirst du für Marken sichtbar

4 Min. Lesezeit · TrueTalent Management

Viele Creator machen gute Inhalte, haben eine treue Community und warten trotzdem vergeblich auf Anfragen. Wer als Influencer Kooperationen bekommen möchte, braucht neben guten Inhalten vor allem zwei Dinge: Marken müssen dich finden, und sie müssen schnell verstehen, warum du zu ihnen passt. Beides kannst du aktiv beeinflussen. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du dein Profil vorbereitest, wie du Marken selbst anschreibst und wie du mit Anfragen so umgehst, dass aus einer ersten Kooperation weitere werden.

Deine Nische ist dein Angebot

Marken suchen keine Creator im Allgemeinen, sondern Creator für bestimmte Themen und Zielgruppen. Je klarer erkennbar ist, wofür du stehst, desto leichter fällt es einer Marke, dich einzuordnen. Das heißt nicht, dass du nur noch über ein Thema sprechen darfst. Aber wer dein Profil zum ersten Mal sieht, sollte in wenigen Sekunden verstehen, worum es bei dir geht, etwa Training im Alltag, gesunde Küche, nachhaltige Mode oder Hautpflege.

Überleg dir auch, für welche Art von Marken du glaubwürdig bist. Produkte, die du ohnehin nutzt, sind der natürlichste Ausgangspunkt. Eine Kooperation mit einer Marke, die du wirklich magst, wirkt auf deine Community ganz anders als eine, die nicht zu dir passt.

Dein Profil als Visitenkarte

Viele Marken schauen sich ein Profil nur kurz an, bevor sie entscheiden, ob sie anfragen. Mach es ihnen leicht.

Eine klare Bio. Wer bist du, worum geht es auf deinem Kanal, für wen machst du Inhalte? Ein bis zwei Sätze reichen.

Eine geschäftliche Kontaktadresse. Eine eigene E-Mail-Adresse für Kooperationen, gut sichtbar im Profil, zeigt, dass du offen für Anfragen bist und professionell arbeitest.

Ein Business- oder Creator-Konto. So hast du Zugriff auf Statistiken, die Marken früher oder später sehen wollen.

Hervorgehobene Inhalte. Zeig in angepinnten Beiträgen oder Highlights, was dich ausmacht, und gerne auch bisherige Kooperationen.

Ein Media Kit. Eine kompakte Übersicht über dich, deine Zielgruppe, deine Zahlen und deine Formate. Was hineingehört, erklärt der Ratgeber Media Kit für Creator.

Als Influencer Kooperationen bekommen: Marken selbst anschreiben

Du musst nicht warten, bis Marken auf dich zukommen. Viele Kooperationen entstehen, weil Creator selbst den ersten Schritt machen. Wichtig ist, dass deine Nachricht kurz, persönlich und konkret ist.

Die richtige Marke. Schreib Marken an, deren Produkte du kennst und die zu deinen Inhalten passen. Schau dir an, mit welchen Creatorn eine Marke schon gearbeitet hat. Das zeigt dir, ob sie überhaupt mit Creatorn kooperiert und welche Profile sie anspricht.

Die richtige Person. Suche nach einer Kontaktadresse für Kooperationen, Presse oder Marketing. Eine allgemeine Kundenservice-Adresse landet oft im falschen Postfach.

Eine persönliche Nachricht. Stell dich kurz vor, sag, warum du die Marke magst, und mach einen konkreten Vorschlag, was du dir vorstellen kannst. Füge dein Media Kit oder die wichtigsten Zahlen hinzu.

Ein kurzer Aufbau, der sich bewährt hat, könnte so klingen: „Hallo, ich bin Creatorin für alltagstaugliches Training und nutze eure Produkte seit einiger Zeit selbst. Meine Community fragt mich oft nach Tipps für kurze Workouts zu Hause, und ich könnte mir gut eine Reihe von Videos vorstellen, in denen euer Produkt vorkommt. Im Anhang findet ihr mein Media Kit. Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, darüber zu sprechen.“

Nachfassen, aber nicht drängeln. Wenn nach einer Weile keine Antwort kommt, ist eine kurze, freundliche Erinnerung in Ordnung. Danach lass es gut sein. Keine Antwort heißt oft nur, dass gerade kein Budget oder keine Kampagne geplant ist.

Anfragen professionell beantworten

Wenn Anfragen kommen, entscheidet deine Reaktion darüber, ob es bei einer Kooperation bleibt. Antworte zügig, auch wenn du absagst. Frag nach, was die Marke genau möchte: Format, Anzahl der Inhalte, Zeitraum, Nutzungsrechte, Exklusivität. Erst dann kannst du ein sinnvolles Angebot machen.

Prüf auch, ob die Konditionen fair sind. Viele erste Anfragen sind reine Produktkooperationen ohne Honorar. Das kann zum Einstieg sinnvoll sein, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein. Wie du das abwägst, erklärt der Ratgeber Barter oder bezahlte Kooperation. Was in einen Vertrag mit einer Marke gehört, steht im Beitrag Influencer-Vertrag.

Aus einer Kooperation werden mehrere

Die beste Werbung für weitere Kooperationen ist eine gut gelaufene. Halte Fristen ein, liefere, was vereinbart ist, kennzeichne korrekt und schick nach der Veröffentlichung von dir aus die Statistiken. Marken arbeiten gern mit Creatorn, auf die sie sich verlassen können, und empfehlen sie weiter. Wie du richtig kennzeichnest, erklärt der Ratgeber Werbekennzeichnung auf Instagram und TikTok.

Wann ein Management hilft

Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Organisation mehr Zeit kostet als die Inhalte. Dann kann ein Management sinnvoll sein. Es kennt Marken, die gezielt nach Creatorn suchen, verhandelt Konditionen und übernimmt Verträge und Abrechnung. Ob das für dich passt, kannst du mit dem Ratgeber Influencer Management für Creator prüfen, wie du dich bewirbst, zeigt der Beitrag Bei einer Talentagentur bewerben.

Kooperationen mit TrueTalent

TrueTalent Management vertritt Creator aus Fitness, Lifestyle, Fashion, Beauty, Health und Food. Wir finden und verhandeln Kooperationen, stimmen Verträge ab, begleiten Briefing und Abstimmung und übernehmen Rechnungsstellung und Zahlungsüberwachung über unser eigenes Portal. Vertragslaufzeiten gibt es bei uns für Talents nicht. Mehr dazu auf der Seite Für Creator.

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Häufige Fragen

Wie viele Follower brauche ich für Kooperationen?

Es gibt keine feste Grenze. Auch kleinere Creator mit klarer Nische und aktiver Community bekommen Kooperationen, weil Marken gezielt bestimmte Zielgruppen suchen.

Darf ich Marken einfach selbst anschreiben?

Ja. Viele Kooperationen entstehen so. Achte darauf, dass die Nachricht persönlich ist, einen konkreten Vorschlag enthält und an die richtige Kontaktadresse geht.

Soll ich Kooperationen ohne Honorar annehmen?

Das kann zum Einstieg sinnvoll sein, wenn dir das Produkt wirklich gefällt. Es sollte aber eine bewusste Entscheidung sein und nicht zur Regel werden.

Was mache ich, wenn eine Marke nicht antwortet?

Eine freundliche Erinnerung nach einer Weile ist in Ordnung. Wenn dann keine Antwort kommt, konzentrier dich auf andere Marken.

Du willst dich aufs Createn konzentrieren?

Wir übernehmen Anfragen, Verträge und Rechnungen für dich. Mehr zum Creator Management

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