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Barter oder bezahlte Kooperation: Was du als Creator wissen solltest

3 Min. Lesezeit · TrueTalent Management

„Wir würden dir gern unser Produkt schicken, im Gegenzug freuen wir uns über eine Story.“ Fast jeder Creator kennt diese Art von Anfrage. Solche Barter-Kooperationen, also Produkt gegen Inhalt, sind weit verbreitet. Manchmal sind sie ein fairer Einstieg, oft aber ein schlechter Tausch. Dieser Ratgeber hilft dir einzuschätzen, wann sich Barter für dich lohnt, wann du nach einem Honorar fragen solltest und wie du das Gespräch darüber führst.

Was eine Barter-Kooperation ist

Bei einer Barter-Kooperation bekommst du statt Geld eine Sachleistung, meist das Produkt selbst, manchmal auch eine Dienstleistung, einen Gutschein oder eine Reise. Im Gegenzug erwartet die Marke einen oder mehrere Inhalte. Davon zu unterscheiden ist die reine Produktzusendung ohne Verpflichtung: Die Marke schickt dir etwas, und du entscheidest frei, ob du darüber sprichst.

Der Unterschied ist wichtig. Bei einer reinen Zusendung bist du zu nichts verpflichtet. Bei Barter gibt es eine Vereinbarung, und damit eine Leistung, die du erbringen musst.

Wann Barter sinnvoll sein kann

Zu Beginn. Wenn du gerade anfängst, mit Marken zu arbeiten, kann eine Barter-Kooperation helfen, Erfahrung zu sammeln und erste Beispiele für dein Portfolio zu bekommen.

Bei echtem Interesse. Wenn du ein Produkt wirklich haben möchtest und es ohnehin zu deinem Alltag passt, kann ein Tausch fair sein, solange der Aufwand überschaubar bleibt.

Als Test für eine längere Partnerschaft. Manche Marken starten mit einer kleineren Zusammenarbeit und bauen sie bei Erfolg zu einer bezahlten Partnerschaft aus. Wichtig ist, dass das auch so besprochen wird und nicht nur eine vage Aussicht bleibt.

Wann du nach einem Honorar fragen solltest

Sobald der Aufwand spürbar wird, solltest du über Geld sprechen. Ein Reel mit Idee, Dreh und Schnitt kostet dich Stunden. Wenn das Produkt im Verhältnis dazu wenig wert ist, arbeitest du praktisch umsonst.

Auch wenn die Marke Nutzungsrechte möchte, etwa um deinen Inhalt als Anzeige zu schalten, ist Barter kein fairer Tausch mehr. Dann nutzt die Marke deine Arbeit über deinen Kanal hinaus, und das sollte vergütet werden. Warum das so ist, erklärt der Ratgeber Nutzungsrechte bei Influencer-Content.

Weitere Signale: Die Marke möchte feste Termine, mehrere Inhalte, Abstimmungsrunden oder Exklusivität. All das sind Merkmale einer professionellen Kooperation, und professionelle Arbeit wird bezahlt.

So verhandelst du eine bezahlte Kooperation

Bleib freundlich und sachlich. Bedank dich für das Interesse, sag, dass dir das Produkt gefällt, und erkläre, dass du Kooperationen mit festen Leistungen gegen Honorar umsetzt. Schick ein kurzes Angebot mit, das die Leistung beschreibt: Formate, Anzahl, Zeitraum und gegebenenfalls Nutzungsrechte. Ein aktuelles Media Kit hilft dir dabei, professionell aufzutreten.

Viele Marken haben neben Produkten auch Budget, fragen aber zuerst nach der günstigsten Lösung. Eine klare, höfliche Antwort führt nicht selten zu einem besseren Angebot. Und wenn nicht, hast du dir Zeit gespart, die du in Kooperationen stecken kannst, die zu dir passen. Welche Faktoren den Preis bestimmen, zeigt der Ratgeber Was kostet eine Influencer-Kooperation.

Kennzeichnung und Steuern bei Barter

Auch bei Barter-Kooperationen gilt: Wenn du für einen Inhalt eine Gegenleistung bekommst, ist er Werbung und muss so gekennzeichnet werden. Ein kostenloses Produkt ist eine Gegenleistung. Wie du richtig kennzeichnest, steht im Beitrag Werbekennzeichnung auf Instagram und TikTok.

Außerdem können Sachleistungen steuerlich relevant sein, ähnlich wie ein Honorar. Wie du erhaltene Produkte steuerlich behandeln musst, klärst du bitte mit deiner Steuerberatung. Dieser Ratgeber ersetzt keine steuerliche Beratung.

Bezahlte Kooperationen mit TrueTalent

TrueTalent Management betreut Creator aus Fitness, Lifestyle und Mode. Wir verhandeln für unsere Creator faire Honorare statt reiner Produktdeals, setzen Verträge auf, begleiten Briefing und Abstimmung und übernehmen Rechnungsstellung und Zahlungsüberwachung über unser eigenes Portal. Wenn du merkst, dass du mehr Anfragen bekommst, als du sinnvoll verhandeln kannst, lies auch den Beitrag Influencer Management für Creator.

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Häufige Fragen

Ist eine Barter-Kooperation unprofessionell?

Nicht grundsätzlich. Gerade am Anfang oder bei kleinem Aufwand kann sie fair sein. Problematisch wird es, wenn der Aufwand hoch ist oder die Marke zusätzlich Nutzungsrechte erwartet.

Muss ich Barter-Kooperationen als Werbung kennzeichnen?

Ja. Ein kostenloses Produkt im Austausch gegen einen Inhalt ist eine Gegenleistung, und der Inhalt ist damit Werbung.

Wie sage ich einer Marke höflich, dass ich ein Honorar möchte?

Bedank dich für das Interesse, sag, dass dir das Produkt gefällt, und schick ein kurzes Angebot mit konkreter Leistung. Sachlich und freundlich formuliert, ist das in der Branche völlig üblich.

Darf ich ein zugeschicktes Produkt behalten, ohne darüber zu posten?

Wenn es keine Vereinbarung gab, bist du in der Regel zu nichts verpflichtet. Hast du einer Gegenleistung zugestimmt, solltest du sie auch erbringen oder offen mit der Marke sprechen.

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Wir übernehmen Anfragen, Verträge und Rechnungen für dich. Mehr zum Creator Management

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