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Briefing für Influencer: So schreiben Marken ein gutes Briefing

3 Min. Lesezeit · TrueTalent Management

Ein gutes Briefing ist die halbe Kooperation. Es sorgt dafür, dass der Creator weiß, was Sie erreichen möchten, welche Informationen verbindlich sind und wo er frei gestalten kann. Ein schlechtes Briefing führt dagegen zu Missverständnissen, zusätzlichen Abstimmungsrunden und Inhalten, die nach Werbung aussehen statt nach Empfehlung. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie ein Briefing aufbauen, was hineingehört und was Sie bewusst offen lassen sollten.

Wozu ein Briefing dient

Das Briefing übersetzt Ihr Ziel in eine Aufgabe, die ein Creator umsetzen kann. Es ist kein Drehbuch, sondern ein Rahmen. Der Creator kennt seine Community, ihren Humor, ihre Fragen und ihren Ton besser als jede Marke. Ihre Aufgabe ist es, ihm alles zu geben, was er über Produkt, Ziel und Vorgaben wissen muss, und ihm dann den Raum zu lassen, das auf seine Weise zu erzählen.

Ein gutes Briefing ist außerdem kurz. Was auf zwei Seiten passt, wird gelesen. Was auf zehn Seiten verteilt ist, wird überflogen.

Was in ein Briefing gehört

Ziel der Kooperation. In einem Satz: Möchten Sie Bekanntheit, Abverkauf, Anmeldungen oder Vertrauen in ein neues Produkt? Das Ziel bestimmt, wie der Inhalt aufgebaut sein sollte.

Das Produkt in wenigen Sätzen. Was ist es, für wen ist es gedacht, was unterscheidet es? Dazu die zwei oder drei Punkte, die Ihnen am wichtigsten sind.

Kernbotschaft. Was soll die Community nach dem Inhalt wissen oder fühlen? Eine Kernbotschaft, nicht fünf.

Formate und Termine. Welche Inhalte auf welcher Plattform, wann veröffentlicht, wann der Entwurf zur Abstimmung kommen soll und bis wann Sie Rückmeldung geben.

Verbindliche Angaben. Rabattcode, Link, Markenname in korrekter Schreibweise, zu verlinkende Accounts und Hashtags, sofern gewünscht.

Do's and Don'ts. Was darf auf keinen Fall gesagt werden, etwa Heilversprechen bei Nahrungsergänzung oder Aussagen, die Sie rechtlich nicht belegen können? Gibt es Wettbewerber, die nicht im Bild sein sollten?

Kennzeichnung. Wie wird der Inhalt als Werbung gekennzeichnet? Am besten legen Sie das gemeinsam fest. Hintergründe im Ratgeber Werbekennzeichnung auf Instagram und TikTok.

Ansprechpartner. Wer beantwortet Rückfragen, und wie schnell?

Was Sie bewusst offen lassen sollten

Der häufigste Fehler in Briefings ist zu viel Kontrolle. Wörtlich vorgegebene Sätze, ein festes Skript oder eine minutengenaue Abfolge führen fast immer zu Inhalten, die steif wirken. Die Community merkt sofort, wenn ihr Creator plötzlich wie ein Werbespot klingt, und genau die Glaubwürdigkeit, wegen der Sie mit Creatorn arbeiten, geht verloren.

Lassen Sie deshalb Idee, Aufbau, Tonfall und Bildsprache beim Creator. Wenn Sie Inspiration geben möchten, beschreiben Sie Beispiele, die Ihnen gefallen haben, und sagen Sie dazu, warum. Das hilft mehr als jede Vorgabe.

So läuft die Abstimmung reibungslos

Legen Sie im Vertrag fest, wie viele Abstimmungsrunden vorgesehen sind, und halten Sie sich an Ihre eigenen Fristen. Ein Entwurf, der drei Tage auf Rückmeldung wartet, gefährdet den Veröffentlichungstermin.

Bündeln Sie Rückmeldungen. Wenn mehrere Personen in Ihrem Unternehmen mitreden, sammeln Sie die Anmerkungen intern und schicken Sie eine abgestimmte Rückmeldung. Unterscheiden Sie dabei zwischen sachlichen Korrekturen, etwa einem falsch genannten Inhaltsstoff, und Geschmacksfragen. Sachliche Fehler müssen korrigiert werden, Geschmacksfragen sollten Sie sparsam einbringen.

Und schließlich: Schicken Sie das Produkt früh genug. Ein Creator, der ein Produkt erst zwei Tage vor dem Dreh auspackt, kann nicht ehrlich darüber sprechen, wie es sich im Alltag bewährt.

Briefing für saisonale Kampagnen

Zu Saisonspitzen wie dem Black Friday oder Weihnachten ist ein klares Briefing besonders wichtig, weil die Zeitfenster eng sind und Creator viele Anfragen gleichzeitig bekommen. Angebot, Laufzeit, Code und Termine sollten dann absolut eindeutig sein. Praktische Hinweise dazu finden Sie in den Ratgebern Black Friday mit Creatorn und Weihnachtskampagne mit Influencern.

Briefing und Abstimmung mit TrueTalent

TrueTalent Management betreut Creator aus Fitness, Lifestyle und Mode. Wir unterstützen Marken dabei, das Briefing so aufzusetzen, dass es zu unseren Creatorn passt, leiten es weiter, behalten Fristen im Blick und koordinieren die Abstimmung der Inhalte. Verträge und Abrechnung übernehmen wir ebenfalls. Lernen Sie unsere Talents kennen und schreiben Sie uns Ihr Vorhaben.

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Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Briefing für Influencer sein?

So kurz wie möglich, so ausführlich wie nötig. Ein bis zwei Seiten reichen in den meisten Fällen, wenn Ziel, Botschaft, Formate, Termine und Vorgaben klar formuliert sind.

Darf ich dem Creator einen Text vorgeben?

Sie können Pflichtangaben wie Rabattcode oder Produktnamen vorgeben. Ein vollständiges Skript wirkt aber meist unnatürlich und schwächt die Wirkung der Kooperation.

Wie viele Abstimmungsrunden sind üblich?

Das wird im Vertrag festgelegt. Wichtiger als die Zahl ist, dass Rückmeldungen gebündelt, pünktlich und am Briefing orientiert sind.

Was tun, wenn der Inhalt nicht dem Briefing entspricht?

Sprechen Sie es konkret an und beziehen Sie sich auf die Punkte im Briefing. Sachliche Abweichungen müssen korrigiert werden, stilistische Unterschiede sind dagegen oft gewollt.

Sie planen eine Kooperation mit Creatorn?

Wir schlagen passende Talents vor und kümmern uns um Vertrag, Briefing und Abrechnung. Mehr zur Influencer Agentur

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