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UGC vs. Influencer-Content: Was ist der Unterschied?

3 Min. Lesezeit · TrueTalent Management

UGC ist eines der Schlagworte, die in den letzten Jahren aus dem Influencer Marketing nicht mehr wegzudenken sind. Gemeint sind Inhalte, die aussehen, als hätte sie ein normaler Kunde aufgenommen, und die Marken vor allem für Anzeigen und eigene Kanäle nutzen. Doch was unterscheidet UGC eigentlich von klassischem Influencer-Content, und welche Variante passt zu Ihrem Ziel? Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede und zeigt, wann sich eine Kombination lohnt.

Was UGC ist

UGC steht für User Generated Content. Ursprünglich bezeichnet der Begriff Inhalte, die echte Kundinnen und Kunden freiwillig über ein Produkt erstellen, zum Beispiel ein Unboxing-Video oder ein Foto mit Bewertung. Im Marketing hat sich daraus ein eigenes Geschäftsfeld entwickelt: UGC-Creator produzieren im Auftrag einer Marke Inhalte im typischen Stil solcher Kundenvideos.

Der entscheidende Punkt: UGC-Creator veröffentlichen die Inhalte in der Regel nicht auf ihrem eigenen Kanal. Sie liefern das Material an die Marke, und die Marke nutzt es auf ihren eigenen Kanälen, im Onlineshop oder als Anzeige. Bezahlt wird die Produktion und die Nutzung, nicht die Reichweite.

Was Influencer-Content ist

Bei klassischem Influencer-Content steht die Veröffentlichung auf dem Kanal des Creators im Mittelpunkt. Der Creator stellt Ihr Produkt seiner Community vor, also Menschen, die ihm folgen, weil sie seine Meinung schätzen. Sie bezahlen nicht nur für den Inhalt, sondern vor allem für den Zugang zu dieser Community und für die Empfehlung einer Person, der sie vertraut.

Influencer-Content lässt sich zusätzlich als Anzeige nutzen, wenn die Nutzungsrechte dafür vereinbart sind. Dann verbindet er die Glaubwürdigkeit des Creators mit der Reichweite bezahlter Werbung.

Die Unterschiede im Überblick

Wo erscheint der Inhalt? UGC auf Ihren Kanälen und in Ihren Anzeigen, Influencer-Content zuerst auf dem Kanal des Creators.

Wofür bezahlen Sie? Bei UGC für Produktion und Nutzungsrechte. Bei Influencer-Content für Produktion, Veröffentlichung, Reichweite und Empfehlung, und je nach Vereinbarung zusätzlich für Nutzungsrechte.

Welche Rolle spielt die Person? Bei UGC ist der Creator oft nicht bekannt, entscheidend ist, dass der Inhalt authentisch wirkt. Bei Influencer-Content ist die Person der Kern: Ihre Community, ihre Themen, ihre Glaubwürdigkeit.

Wie wird gemessen? UGC über die Leistung Ihrer Anzeigen oder Shopseiten. Influencer-Content über Reichweite, Interaktion, Klicks und Codes auf dem Kanal des Creators. Mehr dazu im Ratgeber KPIs und Reporting.

Wann welche Variante passt

UGC eignet sich, wenn Sie regelmäßig neue Inhalte für Anzeigen brauchen, verschiedene Varianten testen möchten oder Ihre Produktseiten mit echten Eindrücken ergänzen wollen. Reichweite bringen Sie dabei selbst über Ihr Werbebudget mit.

Influencer-Content eignet sich, wenn Sie neue Menschen erreichen, Vertrauen in eine Marke aufbauen oder ein Produkt in einer bestimmten Community bekannt machen möchten. Die Empfehlung einer bekannten Person wirkt anders als ein Video einer unbekannten.

Eine Kombination lohnt sich, wenn Sie beides wollen: Der Creator veröffentlicht auf seinem Kanal, und Sie nutzen den Inhalt anschließend als Anzeige. So arbeitet ein gelungener Beitrag länger für Sie. Voraussetzung ist eine klare Vereinbarung über die Nutzungsrechte.

Rechtliche Punkte, die Sie beachten sollten

Auch für UGC brauchen Sie Nutzungsrechte und, wenn Personen erkennbar sind, deren Einwilligung. Halten Sie im Vertrag fest, auf welchen Kanälen, wie lange und in welcher Form Sie den Inhalt verwenden dürfen und ob Sie ihn bearbeiten dürfen. Die Grundlagen erklärt der Ratgeber Nutzungsrechte bei Influencer-Content.

Bei der Kennzeichnung gilt: Wenn Sie UGC als Anzeige schalten, ist der Inhalt bereits durch die Werbefunktion der Plattform als Anzeige gekennzeichnet. Veröffentlicht ein Creator den Inhalt auf seinem eigenen Kanal, muss er ihn selbst als Werbung kennzeichnen. Dieser Überblick ersetzt keine Rechtsberatung.

Influencer-Content mit TrueTalent

TrueTalent Management betreut Creator aus Fitness, Lifestyle und Mode, die auf ihren eigenen Kanälen eine Community aufgebaut haben. Wir vermitteln Kooperationen, bei denen Inhalte auf dem Kanal des Creators erscheinen, und verhandeln auf Wunsch Nutzungsrechte, damit Sie gelungene Inhalte auch als Anzeige einsetzen können. Verträge, Abstimmung und Abrechnung übernehmen wir. Hier finden Sie unsere Talents und weitere Beiträge im Ratgeber.

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Häufige Fragen

Ist UGC günstiger als Influencer-Content?

Häufig ja, weil Sie bei UGC keine Reichweite einkaufen. Dafür müssen Sie die Reichweite über eigene Anzeigen aufbauen. Ein fairer Vergleich betrachtet deshalb die Gesamtkosten bis zur Zielgruppe.

Können Influencer auch UGC produzieren?

Ja, viele Creator bieten beides an. Wichtig ist, im Vertrag klar zu trennen, ob der Inhalt auf dem Kanal des Creators erscheint oder nur an die Marke geliefert wird.

Muss UGC als Werbung gekennzeichnet werden?

Wird UGC als Anzeige geschaltet, übernimmt die Werbefunktion der Plattform die Kennzeichnung. Veröffentlicht ein Creator den Inhalt selbst, sollte er ihn als Werbung kennzeichnen.

Sie planen eine Kooperation mit Creatorn?

Wir schlagen passende Talents vor und kümmern uns um Vertrag, Briefing und Abrechnung. Mehr zur Influencer Agentur

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